Profil in der Lehre

Gelehrt wird Soziologie in Halle mit den folgenden fünf Schwerpunkten:

  • Sozialstruktur: die Beschreibung und die Analyse von strukturellen Bedingungen des Zusammenlebens und ihrem Wandel und speziell die Veränderungen der Demographie von Gesellschaften und die Folgen auf ihren unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen (wie Familie, Schule, Arbeit, Wohlfahrtstaat) und auf die Individuen;
  • Theorie: die Beschreibung und die Analyse von zentralen Begriffen und theoretischen Rahmen der Soziologie in historischer sowie ver­glei­chen­der Perspektive, wie zum Beispiel die strukturalistischen und funk­tio­na­lis­tischen Theorien, die holistischen und individualistischen Theorien, die systemischen Theorien, die Theorien der rationellen Akteure, die Aus­tausch- und Interaktionstheorien;
  • Methoden: die Beschreibung und die Analyse von quantitativen und qualitativen Techniken der Sozialforschung, von der Erhebung und Auswertung von Daten bis zur Modellierung sozialer Prozesse;
  • Bildungssoziologie: Untersuchung von Bildungs- und Er­ziehungs­pro­zessen unter den Gesichtspunkten von Interaktion, Organisation, des Verhältnisses zu anderen gesellschaftlichen Bereichen – vor allem Beschäftigung und Politik – und unter dem Gesichtspunkt der Welt­gesell­schaft;
  • Umwelt- und Wirtschaftssoziologie: Formen wirtschaftlichen Handelns in ihren verschiedenen soziokulturellen Kontexten, die Einbettung von Gesell­schaft in ökologische Zusammenhänge, Wissen für eine zu­kunfts­fähige Gesellschaft und – vor allem – für nachhaltiges Wirtschaften.

Das Studium dieser Schwerpunkten erfüllt drei wichtige Ziele:

  • Die Studierenden lernen eine Fachkultur kennen, die ihnen einen pointierten – eben: soziologischen – Blick auf zentrale Aspekte ihrer gesellschaftlichen Wirklichkeit (Generation, Sozialität, Institution) vermittelt. Dieser Blick wird sowohl durch die Diskussion von Theorien eingeübt als auch durch das Erlernen von analytischen Werkzeugen der Sozialforschung (quantitative und qualitative Techniken, EDV-Kom­pe­tenzen, Sprachen). Die erworbenen Erkenntnisse lassen sich sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch in der Wissenschaft nutzbar machen;
  • Die Neugier der Studierenden für verwandte Bereiche (Politik­wissen­schaften, Philosophie, Ethnologie, Geschichte, Wirtschaftwissenschaften, Literaturwissenschaften) wird geweckt;
  • Den Studierenden wird ein differenzierter Weg im Bachlor und im Master angeboten, auf dem sie ihre eigenen Ausbildungs- und Berufswünsche einbringen und austesten können. Damit gewinnen die Studierenden die Möglichkeit, sich auf jeder Ebene ihrer Ausbildung neu zu orientieren. Dies ist auch für Studierenden in verwandten Bereichen vorteilhaft, die sich während ihrer Zeit an der MLU jederzeit für die Aufnahme sozio­logischer Studien entscheiden können.

Nebst der Begleitung durch die Institutsmitglieder genießen die Stu­die­renden bei ihrer Ausbildung im Fach Soziologie an der MLU außerdem spezialisierte Infrastrukturen wie etwa:

  • das Methodenlabor: eine Infrastruktur für die Bildung und die Forschung anhand von neuesten Techniken und Anwendungen in den Bereichen der quantitativen und qualitativen Sozialforschung;
  • EDV-Infrastrukturen: eine Reihe von EDV-Diensten, darunter das Portal StudIP für die digitale Begleitung der Studierenden in ihrem Studium.

Wer sich für ein Studium der Soziologie in Halle interessiert, findet hier eine ausführliche und aktuelle Dokumentation über das Studium sowie die Prüfungsordnung und Formulare für die Einschreibung im Fach Soziologie an der MLU.

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Institut für Soziologie
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